Die deutsche Wirtschaft

Das Zentrum der deutschen Wirtschaft: Frankfurt

Rekorde, Rekorde, Rekorde – die deutsche Wirtschaft floriert und gedeiht. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist die Wirtschaft die größte Europas, gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner sogar die viertgrößte der Welt. Deutschland besitzt nicht viele Rohstoffe, die sich abbauen ließen und auch die Landwirtschaft spielt eine eher untergeordnete Rolle. Die wesentlichen Zweige der deutschen Ökonomie sind Dienstleistung und Industrie, wobei insbesondere die Industrien für Autos, Nutzfahrzeuge, Chemie, Maschinenbau und Elektrotechnik weltweit einen sehr guten Ruf besitzen und eine hohe Konkurrenzfähigkeit aufweisen. Die deutsche Wirtschaft lebt wesentlich vom Export und Außenhandel, wobei die meisten Exporte in andere EU-Länder gehen. Die deutsche Wirtschaft begann vor allem mit der Industriellen Revolution zu florieren, als die Textilherstellung zunehmend durch den Einsatz von Maschinen erleichtert wurde und der Eisenbahnbau an Bedeutung gewann. Auch die Anfänge der Elektro- und Chemieindustrie liegen in diesem Zeitraum. Eine lange Tradition und eine große Expertise zeichnen die wesentlichen Zweige der deutschen Wirtschaft aus.

Made in Germany

In Deutschland gefertigte Produkte haben weltweit einen Ruf, von besonders guter und langlebiger Qualität zu sein. Sie tragen oft die Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ (in Deutschland hergestellt), die von vielen Käuferinnen und Käufern als eine Art Gütesiegel betrachtet wird. Doch das war nicht immer so: Die Kennzeichnung hatten die Briten im 19. Jahrhundert eingeführt, um minderwertige und plagiierte Waren, die aus dem Ausland nach Großbritannien eingeführt wurden, zu markieren. Mit der Zeit wandelte das Label seine Bedeutung und mittlerweile gelten Waren „Made in Germany“ bei den Kunden und Kundinnen als besonders qualitativ hochwertig. In Schwierigkeiten geriet die deutsche Wirtschaft im Zuge der weltweiten Finanzkrise, in der sich auch zeigte, dass die deutsche Dienstleistungsbranche, insbesondere die Banken, über deutlich weniger Stabilität verfügten als angenommen. Mit u.a. Maßnahmen-, Konjunkturpaket und Schuldenbremse steuerte die Regierung von Angela Merkel im Jahr 2009 gegen und verhalf dem Wirtschaftszweig zu neuer Stabilität. Die Wachstumsprognose für Deutschland ist inzwischen wieder deutlich positiver: Von 0,3 % zur Hälfte des Jahres 2016 sind die Vorhersagen der Experten auf ein Wirtschaftswachstum von 0,6 % im Jahr 2017 gestiegen.

Die soziale Marktwirtschaft

Das wirtschaftliche System der Bundesrepublik Deutschland ist die soziale Marktwirtschaft. Ein Leitbild, das besagt, dass die wirtschaftliche Leistung und der soziale Fortschritt miteinander Hand in Hand gehen sollen. Aspekte der freien Wirtschaft und der sozialstaatlichen Prinzipien sollen in einer sozialen Marktwirtschaft verbunden werden. So sollen alle Angehörigen der Gesellschaft von den wirtschaftlichen Gewinnen profitieren und nicht nur diejenigen, die sich als stärkste auf dem freien Markt behaupten können. Diese Überlegung zeigt sich z.B. darin, dass der Staat bestimmte Verträge und Gewerbe einschränkt, indem er die vermeintlich schwächeren Marktteilnehmer durch Formvorschriften oder Verbote, bestimmte Verträge zu schließen, schützt. In vielen Wirtschaftsbereichen handeln Arbeitgeber und -nehmer Tarifverträge aus und in einigen Sektoren bestimmt der Staat bei der Preisbildung mit. U.a. damit setzt die Bundesrepublik Deutschland das Sozialstaatsprinzip um, das soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit innerhalb des Bundesgebietes gewährleistet. Sozialstaat heißt auch, den Bürgern eine gute medizinische Versorgung und ausreichend fachärztliche Betreuung bieten zu können, obwohl zahlreiche fachaerztejobs im Moment offen sind.

 
 

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